Sie befinden sich hier: HOME // LEISTUNGEN // KRIMINALPROGNOSE

Bedingte Entlassung


Kriminalprognose (Gutachten für Inhaftierte im Regelvollzug und Untergebrachte im Maßregelvollzug)

Aus der Fragestellung des Gerichts werden psychologische Fragen abgeleitet, nach denen eine gutachterliche Äußerung über die Gesamtheit der Persönlichkeitsmerkmale des Probanden abgegeben wird, die für die Beurteilung der ihm zu stellenden Gefährlichkeitsprognose bedeutsam sind.

Insofern muß zunächst die Frage geklärt werden, ob sich die Verhaltensweisen bei dem Betroffenen auf eine „abnorme Persönlichkeit“ bzw. eine psychische Erkrankung gründen oder eingeschliffenen kriminellen Verhaltensmustern - oder eher situativen Gegebenheiten zuzuordnen waren oder sind. Dabei sollen vor allem die Herkunft des Probanden einschließlich seiner bisherigen Lebensereignisse hinzugezogen werden. Zudem seine Persönlichkeit im Sinne aktueller bzw. überdauernder Merkmale oder einer Krankheitssymptomatik.

Zudem muß naturgemäß auch die bisherige Delinquenzgeschichte und die Art der Straftaten einbezogen werden, wenn es denn eine zu berücksichtigen gibt, d.h., worin die Gefährlichkeit zu den Tatzeitpunkten bestand, sowie die Frage danach, ob sich daraus – vor allem nach der Zeit der verurteilten Tathandlungen und der Einweisung in die Maßregelklinik oder der Haft - bis heute Rückschlüsse auf eine Veränderung der Persönlichkeit ziehen lassen.

Insofern ist zu fragen, in welche Richtung Veränderungen nach der Verurteilung (resp. Unterbringung) verlaufen sind, d.h., wie der Zeitraum seit dem Begehen der Taten und der anschließenden Verurteilung bis heute einzuschätzen ist.

Das Sozialverhalten ist insofern einzubeziehen, als daß zu fragen ist, ob sich verhaltensstabilisierende oder  -destabilisierende Entwicklungen bzw. Verhaltensweisen erkennen lassen, und welche Wirkung sie auf künftige Verhaltensweisen (Legalbewährung; Kriminalprognose) des Untergebrachten oder Inhaftierten erwarten lassen.

Zudem spielt auch die Frage eine Rolle, welche Annahmen aus den Kenntnissen des Unterbringungsverlaufs gemacht werden können. Einzubeziehen sind je nach Fall auch Fragen der Beziehungs-, der Alkohol- und Drogengeschichte.

Es werden auch kriminalprognostische Gutachten für Jugendliche, zur nachträglichen Sicherungsverwahrung sowie zur Beendigung oder bedingten Aussetzung aus der Maßregel erstellt.

Hier können Sie ein Beispiel-Inhaltsverzeichnis eines Gutachtens zur Kriminalprognose herunterladen (PDF, 8KB).